Dass ein Ausflug in den Wald etwas mit Kunst zu tun haben kann, erfuhren die Auszubildenden gleich am ersten Tag des Projekts. Vom Fällen des Baumes bis zum letzten Schlag auf den Meißel entstand ein Kunstwerk aus acht Skulpturen. Sieben dieser Skulpturen - von den Auszubildenden erstellt - bilden einen Kreis, die achte Skulptur – die des Künstlers - tritt hinzu. Wird dieser „Fremde“ respektiert?
Die etwa 1,80m großen Baumstämme mussten in Handarbeit komplett entrindet werden, bevor sie künstlerisch bearbeitet und mit Metallschrott und einem Steinkopf versehen werden konnten. Künstler und Projektleiter Stephan K. Müller, stark sehbehindert, legt darauf Wert, dass die Kunstwerke auch haptische Reize bieten. Man soll sie anfassen und „be-greifen“ können.
Die Verbindung von körperlicher Arbeit mit kreativem Gestalten war eine neue Erfahrung für die Auszubildenden, die aus den Arbeitsbereichen Holz und Metall stammen. Die Teilnehmer der beiden Ausbildungsrichtungen, die zunächst nur wenige Berührungspunkte hatten, näherten sich durch die Herausforderungen im Laufe des Projekts an. „Die Jungs haben echtes Teamwork entwickelt und mich mit ihrer kreativen Leistung überzeugt“, so Stephan K. Müller kurz vor Ende des Projekts.
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